Jugend in Arbeit e.V. stellt Weichen für die Zukunft
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung von Jugend in Arbeit e.V. am 9. Juli 2026 in Becky’s Kolpinghaus standen richtungsweisende Entscheidungen für die zukünftige Entwicklung des Vereins im Mittelpunkt. Neben der Wahl eines neuen Vorstandes befassten sich die Mitglieder intensiv mit der Vereinssatzung, die nach mehr als 35 Jahren modernisierungswürdig erschien.
Die Mitglieder wählten Karl Josef Beste zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Unterstützt wird er künftig von Carsten Bieker als stellvertretendem Vorsitzenden sowie Joachim Just als Schatzmeister. Kerstin Kampmann und Arndt Lehmann werden weiterhin als Mitarbeitende der Geschäftsführung die Vereinsarbeit in ihren strategischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Bereichen leiten und dabei von Anja Blodau und Tino Fischer im Führungsteam unterstützt.
Ein zentrales Thema der Versammlung war die künftige Ausrichtung des Vereins vor dem Hintergrund erwarteter Veränderungen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Wir bekräftigten dabei unseren Anspruch, Menschen bei der Entwicklung beruflicher und persönlicher Perspektiven weiterhin zu unterstützen und zugleich unsere Wurzeln in der Kinder- und Jugendarbeit weiter zu stärken.
Um die Handlungsfähigkeit des Vereins langfristig zu sichern, beschlossen die Mitglieder einstimmig eine Erweiterung der Förderzwecke. Künftig gehören ergänzend zur Förderung der Erziehungs- und Volksbildung einschl. der Studentenhilfe ebenso die Förderung der Jugend- und Altenhilfe, die des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger oder mildtätiger Zwecke zu den verbrieften Zielen unseres sozial- und arbeitsmarktpolitischen Engagements. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, neue Projekte und Kooperationen zu entwickeln und zusätzliche Fördermittel, Spenden und Stiftungsgelder einzuwerben.
Auch der neu gewählte Vorstand sieht in der Erweiterung der Satzungsziele einen wichtigen Schritt für die Zukunft. „Mit der Erweiterung unserer Satzungsziele schaffen wir zusätzlichen Handlungsspielraum und stärken die Zukunftsfähigkeit unseres Vereins“, erläutern Karl Josef Beste und Carsten Bieker diese gemeinsame Entscheidung. Ziel sei es, neue Ideen, Projekte und Partnerschaften zu entwickeln, die gesellschaftliche Teilhabe fördern und nachhaltige Perspektiven für die Menschen in der Region schaffen.
Was bleibt, wenn niemand da ist – und was daraus wachsen kann
Manche Lebensgeschichten wirken lange nach und manchmal braucht es den Spiegel der Gesellschaft und von Freunden, um klar sehen zu können. Um verstehen zu können, dass da etwas nicht gut gelaufen ist, was in uns aber weiterlebt. Und dann braucht es Mut. Mut, den Blick auf sich selbst zuzulassen, denn dieser Blick schmerzt mitunter. Aus Schmerz und Mut kann aber der Antrieb wachsen, andere junge Menschen in einer Lebenssituation unterstützen zu wollen, in der man sich selbst einmal befand.
Wir danken Leonie (Name geändert) dafür, dass sie uns einen Einblick in ihre sehr persönliche Geschichte gewährte. Der aktuelle Artikel von Silvia Seimetz für die Recklinghäuser Zeitung zeigt eindrücklich, wie prägende Erfahrungen in der eigenen Jugend den Blick auf andere verändern können. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig Orte sind, die jungen Menschen heute Halt und neue Perspektiven geben – und wie jede Form von Unterstützung dazu beitragen kann, genau das möglich zu machen.
Quelle: Recklinghäuser Zeitung vom 30.06.2026
NACHRUF
Bernhard Meßing
Und auf einmal bist du überall – und doch nicht mehr da.
Überall hast du uns etwas hinterlassen. Egal, wo wir hinschauen: Etwas steht da, liegt dort, hängt hier. Kein Büro, dessen Boden du nicht verlegt hast, dessen Wände du nicht eingezogen, tapeziert und gestrichen hast.
Standorte wurden eröffnet – und du warst der Erste vor Ort. Mit deinen Händen, mit deinem Blick fürs Praktische und mit deinem Gespür für das, was gebraucht wird, hast du leeren Räumen Leben eingehaucht und uns Orte geschaffen, in denen Arbeiten und Gestalten möglich war. Du warst auch der Letzte, der die Türen schloss, wenn eine Aufgabe zu Ende ging.
All das hast du mit großer Hilfsbereitschaft, einem besonderen Engagement und stets im Sinne des Vereins getan – immer auch für uns als Kolleg:innen.
Lieber Bernhard, wir danken dir von Herzen für dein Wirken, für deine Verlässlichkeit, für deine zupackende Art und für all das, was du mit deinen Händen und deinem Herzen geschaffen hast.
Du hast Spuren hinterlassen, die bleiben – in unseren Räumen ebenso wie in unseren Erinnerungen. Vieles von dem, was heute für uns selbstverständlich ist, trägt deine Handschrift. Und oft werden es die kleinen Dinge sein, an denen wir stehen bleiben, kurz innehalten und lächeln – und an dich denken.
Wir wissen, dass du weitermachen wolltest. Doch deine Kraft setzte dir am 27. Mai 2026 im Alter von nur 66 Jahren Grenzen.
Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt Bernhards Kindern.
Deine Kolleginnen und Kollegen
sowie Arndt Lehmann und Kerstin Kampmann für die Geschäftsführung