Was bleibt, wenn niemand da ist – und was daraus wachsen kann

Manche Lebensgeschichten wirken lange nach und manchmal braucht es den Spiegel der Gesellschaft und von Freunden, um klar sehen zu können. Um verstehen zu können, dass da etwas nicht gut gelaufen ist, was in uns aber weiterlebt. Und dann braucht es Mut. Mut, den Blick auf sich selbst zuzulassen, denn dieser Blick schmerzt mitunter. Aus Schmerz und Mut kann aber der Antrieb wachsen, andere junge Menschen in einer Lebenssituation unterstützen zu wollen, in der man sich selbst einmal befand. 

Wir danken Leonie (Name geändert) dafür, dass sie uns einen Einblick in ihre sehr persönliche Geschichte gewährte. Der aktuelle Artikel von Silvia Seimetz für die Recklinghäuser Zeitung zeigt eindrücklich, wie prägende Erfahrungen in der eigenen Jugend den Blick auf andere verändern können. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig Orte sind, die jungen Menschen heute Halt und neue Perspektiven geben – und wie jede Form von Unterstützung dazu beitragen kann, genau das möglich zu machen.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung vom 30.06.2026

 

 

NACHRUF

Bernhard Meßing

Und auf einmal bist du überall – und doch nicht mehr da.
Überall hast du uns etwas hinterlassen. Egal, wo wir hinschauen: Etwas steht da, liegt dort, hängt hier. Kein Büro, dessen Boden du nicht verlegt hast, dessen Wände du nicht eingezogen, tapeziert und gestrichen hast.

Standorte wurden eröffnet – und du warst der Erste vor Ort. Mit deinen Händen, mit deinem Blick fürs Praktische und mit deinem Gespür für das, was gebraucht wird, hast du leeren Räumen Leben eingehaucht und uns Orte geschaffen, in denen Arbeiten und Gestalten möglich war. Du warst auch der Letzte, der die Türen schloss, wenn eine Aufgabe zu Ende ging.
All das hast du mit großer Hilfsbereitschaft, einem besonderen Engagement und stets im Sinne des Vereins getan – immer auch für uns als Kolleg:innen.

Lieber Bernhard, wir danken dir von Herzen für dein Wirken, für deine Verlässlichkeit, für deine zupackende Art und für all das, was du mit deinen Händen und deinem Herzen geschaffen hast. 

Du hast Spuren hinterlassen, die bleiben – in unseren Räumen ebenso wie in unseren Erinnerungen. Vieles von dem, was heute für uns selbstverständlich ist, trägt deine Handschrift. Und oft werden es die kleinen Dinge sein, an denen wir stehen bleiben, kurz innehalten und lächeln – und an dich denken.

Wir wissen, dass du weitermachen wolltest. Doch deine Kraft setzte dir am 27. Mai 2026 im Alter von nur 66 Jahren Grenzen.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt Bernhards Kindern. 

Deine Kolleginnen und Kollegen
sowie Arndt Lehmann und Kerstin Kampmann für die Geschäftsführung

 

 

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